*Als passionierte Schönwetter – Camperin bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Orten und neuen Möglichkeiten, dass Zeltgefühl erleben zu können. Schon im letzten Jahr hatte ich vom Schlafwürfel sleeperoo gehört. Auf der ITB im März, durfte ich dann, in einer netten Runde, Gründerin Karen Löhnert kennen lernen. Mit jedem Wort wuchs meine Begeisterung und die Idee, dass es die perfekte Ferien-Überraschung für meine Tochter sein könnte, es einmal selbst zu erleben! Und so kamen wir zusammen … Aber was ist der sleeperoo überhaupt, was macht eine Nacht so besonders und was hat das alles mit einer Nacht im Museum zu tun? Lest selbst!

Museum Glashütte

Museumsgebäude Baruther Glashütte

sleeperoo – was, wie, wo

Der Schlafwürfel wirkt leicht futuristisch, quasi ein Zelt im Weltraumkugeldesign. Er ist stabil gebaut, hat durchsichtige Panoramafenster an den Seiten und in Richtung Himmel (welche bei Bedarf abgedeckt werden können). Ein integriertes Bett im Inneren, versteckte Stauraummöglichkeiten und kuscheliges Bettzeug gehören dazu.

Das Besondere sind aber nicht nur Aussehen und die Ausstattung, sondern vor allem der Ort, an dem der sleeperoo Design Cube aufgestellt wird. Das Firmenmotto lautet „Die Nacht, der Ort und Du“ und genau davon lebt das Konzept. Der Würfel steht an Orten, an denen man sonst nicht übernachten dürfte. In der Wintersaison reicht das Repertoire von Museen, über Kirchen oder Schwimmbädern. Die Sommersaison bietet noch mehr Möglichkeiten – hier dürfen es schon mal ein Schloss, eine Seebrücke oder eine Husky Farm sein.

Ein kleines Überraschungspaket, in Form einer Chillbox, gehört auch noch dazu. Darin findet ihr ein paar überlebenswichtige Utensilien. Ohropax, für alle die mit einer Schnarchnase unterwegs sind. Ein Fläschchen Wein und Wasser, etwas zum Knabbern für die Kleinen Gäste und für echte Camper immer wichtig – Toilettenpapier (braucht ihr eigentlich nicht). Da wären wir noch bei einem wichtigen Thema! Ja, der Cube steht immer in der Nähe eines WC mit Waschbecken für Katzenwäsche.

Es werde Nacht und endlich seid ihr allein im Würfel in einer wunderbaren Location, die ihr sonst nie so erleben dürfet!

Eine Nacht im Museum – unser Abenteuer im Museumsdorf Baruther Glashütte

Ortseingangsschild Baruther Glashütte

Ortseingangsschild Baruther Glashütte

Licht aus Spot an! Warum ausgerechnet eine alte Glashütte mit Kind? Und dann auch noch ganz abgelegen in Brandenburg, wenn wir doch in Schleswig-Holstein wohnen?

Warum die Baruther Glashütte?

Da gibt es der Gründe einige. Ich glaube mein Unterbewusstsein hat mitgearbeitet, aber das war mir erst klar als wir längst da waren. Denn mein Opa und mein Onkel haben früher selber in einem Glaswerk gearbeitet und als Kind fand ich es immer toll sie von der Arbeit abzuholen. Oft stand ich fasziniert vor der Tür und habe sie beobachtet, wie sie mit hochroten Köpfen ihre Schwerstarbeit verrichteten (was ich damals gar nicht als solche erkannte). Rein objektiv fiel die Wahl auf Baruther Glashütte, weil wir:

  1. Schon Ferien hatten und es einer der Spots der Wintersaison war!
  2. Mir das Ambiente und die Umgebung als kindertauglich erschienen!
  3. Wir ein Teil der Ferien eh bei der Familie in Brandenburg geplant hatten!

Was soll ich sagen, die Wahl war genau das Richtige für uns. Meine Große war vom ersten Moment an begeistert von der Idee.

Wie war sie denn so die Nacht allein im Museum?

Toll! Fertig aus Ende! Spaß bei Seite. Lasst und noch einmal einen kleinen Schritt zurück gehen. Bei Ankunft wurden wir ganz herzlich in Empfang genommen, herumgeführt und eingewiesen. Der sleeperoo Würfel stand im ersten Stock, quasi über dem Glasladen, inmitten einer kleinen Ausstellung und mit Blick in die Brennhalle. Fluchtwege gab es zwei. Einmal über die große Treppe nach unten und einen zweiten, etwas abenteuerlicheren, über eine kleine Leiter, die durch das in-house-Fenster in die Brennhalle mit den Ausgangstüren führte.

Das Licht im Obergeschoss konnten wir selbst regeln und damit war meine Große ihre Sorgen über etwaige Dunkelheit los. Pünktlich um 17 Uhr schloss das Museum seine Pforten und wir waren allein. Im ersten Moment ein wenig komisch, meiner kleinen „Großklappe“ sogar ein wenig mulmig, aber das legte sich schnell. Das Gefühl von Abenteuer und Einzigartigkeit übernahmen ganz bald das Kommando. Fast fühlten wir uns wie Einbrecher die heimlich Nachts umher schlichen, immer kurz davor ertappt zu werden, da die Holzdielen knarrten.

Inhalt der Chillbox

Inhalt der Chillbox

Dann durfte endlich die Chillbox geöffnet werden. Kinder können sich so schön freuen! Dank der Gläser, die man uns gab, konnte ich meinen Wein und mein Töchterlein ihren Apfelsaft stilvoll genießen.

Schlafen gehen im sleeperoo

Schlafen gehen im sleeperoo

Nachdem wir in unsere Nachtgewänder geschlüpft waren, kuschelten wir uns in die Decken und spielten Karten. Ganz so wie wir es beim Zelten auch tun. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass wir im Würfel Licht hatten und sehr bequem lagen! Geschlafen haben wir wie die Murmeltiere und ohne Wecker, hätten wir unseren Auszug auf alle Fälle verpasst.

Auch am Morgen danach, war dieses besondere Gefühl noch ganz präsent. Einmal zwischen Lampen, Gläsern und Glasaugen aufzuwachen hat schon was. Ich hätte es gerne noch ein wenig ausgekostet, aber mein Kind hat gedrängelt, da ihr Cousin Geburtstag hatte und sie ihm schnellstmöglich gratulieren wollte.

Blick aus dem Cube unter Beobachtung des Auges

Blick aus dem Cube unter Beobachtung des Auges

Wisst ihr was das Beste war an der Abreise? Wir mussten nichts abbauen. Zeltabenteuer ohne lästige Arbeiten am Morgen – herrlich!

Ist der sleeperoo – Design Cube etwas für jedermann und Kinder?

Ein klares JA – ein von mir! Wobei der Ausschlussgrund nur diejenigen betrifft,  die nicht für 24h auf eine Dusche verzichten können. Für alle anderen gilt die Empfehlung  – AUSPROBIEREN!

Jemand wie ich bzw. wir, der gerne zelten oder campen geht, für den ist es ein absoluter Genuss. Der Cube ist bestens ausgestattet, man muss ihn weder selbst auf- noch abbauen und man hat die Möglichkeit in den Himmel zu schauen, ohne dabei nass zu werden (bei den outdoor Plätzen). Das Gefühl von Abenteuer und Freiheit macht sich sofort breit und der besondere Ort tut sein Übriges.

Ob nun als Paar ganz romantisch, mit der besten Freundin/dem besten Freund oder mit seinem Kind, bleibt einem dabei selbst überlassen. Mit meinem Mann und beiden Mädels wäre es mir mit Sicherheit zu eng gewesen, aber mit 2 Erwachsenen und einem Kind ist genug Platz.

Ja, es ist teurer als ein Stellplatz auf dem Zeltplatz, aber:

  1. Dort ist man nicht unter sich!
  2. Dort ist man nicht an einem ungewöhnlichen Ort!
  3. Ein schnödes Hotelzimmer kann jeder.

Ich denke, es ist sogar für diejenigen unter euch geeignet, die noch nie Campen waren, da hier auf Komfort kaum verzichtet werden muss und man vor allem in der Sommersaison so in den Genuss eines Naturerlebnisses kommen kann.

Jetzt noch ein Tipp für mit Kids: Nehmt genug essen, trinken und vielleicht ’n Töpfchen mit (je nach Alter). Frühstück ist nicht im Service enthalten und auch nicht unbedingt fußläufig zu besorgen. Auch zum stillen Örtchen können es ein paar Meter sein, da kann ein Töpfchen schon mal für Entspannung sorgen.

Kinder sind von Natur aus Entdecker, von daher geht der Daumen hoch, es auch mit Kind zu probieren. Uns jedenfalls bleibt die Nacht im Museum auf Ewig erhalten!

Wo kann man denn überall in einem SLEEPEROO Design Cube übernachten?

Auf der Homepage von sleeperoo findet ihr eine interaktive Karte mit allen Orten, an denen aktuell eine Übernachtung möglich ist. Die Baruther Glashütte ist im Sommer nicht dabei. Wer aber einen besonderen Ort in Berlin oder Brandenburg sucht, für den wären die Alte Fasanerie in Berlin oder das Stadtbad Ketzin eine Möglichkeit. Ansonsten steht euch natürlich ganz Deutschland offen.

Das Museumsdorf

Ich habe es schon mehrmals erwähnt, die Nacht im Cube lebt vom Ort an dem er steht. Ausgewählt hatte ich die Baruther Glashütte aus verschiedenen Gründen und einer davon war: Kindertauglichkeit! Das war es. Der Ort früher geprägt durch die Glashütte und die Häuser derer, die in ihr arbeiteten. Heute verbirgt sich hinter fast jeder Tür ein kleiner Handwerksladen.

Handgemachte Seifen, Leinen, Schokolade werden angeboten. Der Kiosk verkauft u.a. lokale Wurstwaren, im Restaurant wird für das leibliche Wohl gesorgt und selbst ein Naherhohlungsort für Schulklassen gibt es. Am Eingang des Museumsdorfes startet noch ein Waldlehrpfad und die alten Gebäude sprechen für sich. Natur, Kultur und Landesgeschichte bilden hier eine Symbiose, die sowohl für die Kleinen als auch für die Großen Entdecker für einen spannenden Aufenthalt sorgen. Mehr zum Dorf Baruther Glashütte erfahrt ihr hier!

Eure Ulrike

*Die Nacht im Museum wurde uns in Kooperation mit sleeperoo ermöglicht! Meine Meinung ist davon unbeeinflusst und meine eigene!